Dr. Dr. Jens Holst, international consultant - health expert

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Gesundheitspolitik / Health policy

01.02.2026: Regierung auf Abwegen
Das Kabinett schadet der öffentlichen Gesundheit
Die Bundesregierung behauptete jüngst, sie verfolge eine integrierte Gesundheitspolitik nach dem ‚Health in All Policies'-Prinzip, also der Berücksichtigung der gesundheitlichen Auswirkungen politischer Maßnahmen in allen Politikbereichen. Dafür sei „eine ressort- und politikfeldübergreifende sowie ganzheitliche Herangehensweise" erforderlich. Das klingt ambitioniert und begrüßenswert. Stimmt aber leider so gar nicht mit der Realität überein. Ein kurzer Abriss wesentlicher Maßnahmen und politischer Entscheidungen in verschiedenen Ressorts weist vielmehr auf eine systematische Gesundheitsschädigung als auf ein Streben nach Gesundheitsförderung hin. Text lesen
Jens Holst
19.01.2026: Gesundheitspolitik: Was sich in der Bevölkerungsmedizin dringend ändern muss
Die Corona-Pandemie hat die Schwchen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes schonungslos offengelegt. Ein Regierungswechsel böte Chancen für eine Neuausrichtung
Die zunehmenden gesundheitlichen Ungleichheiten in einem reichen Land wie Deutschland spielen in der deutschen Gesundheitspolitik nur eine untergeordnete Rolle, es geht nahezu ausschließlich um die individualmedizinische Krankenversorgung und ihre Vergütung. Der vorherrschende Fokus auf individuelle Verhaltensänderungen trägt allerdings nur bedingt zu einer spürbaren Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung. Wenn die zukünftige Bundesregierung ernsthaft das Ziel verfolgen will, die gesunde Lebenserwartung für alle Menschen zu erhöhen und bestehende Gesundheitsungleichheiten zwischen gesellschaftlichen Schichten und Regionen zu verringern, muss sie sich um die institutionelle und fachliche Weiterentwicklung der Bevölkerungsmedizin in Deutschland und kümmern und eine umfassende Reform des öffentlichen Gesundheitsdienstes einleiten. Der als Open-Source-Artikel in der Berliner Zeitung veröffentlichte Artikel von Tinnemann, Holst und Savaskan entwickelt und begründet grundlegende Anforderungen an die künftige öffentliche Gesundheitspolitik und umreißt Erwartungen an die Bundesregierung. Text lesen
Peter Tinnemann, Jens Holst, Nicolai Savaskan
04.11.2025: Zuzahlungen führen in die Irre
Herbst der Reformen
Derzeit feiern die altbekannten Mythen der Gesundheitspolitik fröhliche Urständ, auch die Forderung nach stärkerer „Eigenverantwortung" in Form der finanziellen Beteiligung der Patienten an den Behandlungskosten. Damit wollen die Reformer der schwarz-roten Koalition nicht nur die knappen Kassen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) schonen, sondern auch die Arbeitgeber vor steigenden „Lohnnebenkosten" bewahren. Unterstützt von realitätsfremden und empirienegierenden Ökonom*innen greift die Bundesregierung nun wieder in die Mottenkiste ungeeigneter Maßnahmen, die in die falsche Richtung steuern. Text lesen
Jens Holst
25.10.2023: Perspektivwechsel: Gesundheit braucht mehr als Medizin
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will das System der öffentlichen Gesundheitsfürsorge reformieren, um einem Grundproblem des deutschen Gesundheitswesens begegnen, das sich fast ausschließlich der Behandlung von Krankheiten und kaum der Vorbeugung widmet. Das neue Bundesinstitut für Prävention und Aufklärung in der Medizin (BIPAM) soll für die Vermeidung chronischer Gesundheitsprobleme wie Herzkreislauferkrankungen, Krebs oder Demenz unterstützen. Stärkung der Prävention ist ein Schritt in die richtige Richtung, doch der Institutsname weckt Zweifel, ob es der Komplexität der Krankheitsvermeidung gerecht wird. Schließlich hängt die Gesundheit der Bevölkerung in starkem Maße von Faktoren außerhalb des Gesundheitswesens wie Bildung, Einkommen, Arbeits- bzw. Wohnbedingungen und Umwelteinflüssen ab. Text lesen
Jens Holst
10.07.2023: Noch mehr Ungleichheit?
Der Hype um Gesundheitskompetenz könnte die Gräben zwischen Arm und Reich im Bereich Medizin noch vertiefen. Denn die Position auf der sozialen Stufenleiter bestimmt in erheblichem Maße die Fähigkeit der Menschen, gesundheitsrelevante Informationen zu suchen und zu finden. Geringe Bildung und niedriges Einkommen sind dabei sicherlich nicht förderlich. Die Forderung nach Gesundheitskompetenz droht daher, gesellschaftlich bedingte gesundheitliche Ungleichheiten weiter zu verstärken. Text lesen
Jens Holst
22.04.2023: Schieflage in Forschung
In der Pharmabranche forschen viele Unternehmen am Bedarf vorbei. Gleichzeitig ruft sie trotz ihrer üppigen Gewinne nach mehr Geld. Profitieren würden vor allem die Pharma-Riesen, die schon jetzt mehr als die Hälfte der Arzneimittelausgaben der Gesetzlichen Krankenkassen kassieren und vor allem mit teuren, patentgeschützten Medikamenten eine Profitrate von mehr als 25 Prozent erzielen. Text lesen
Jens Holst
21.01.2023: Gastwirtschaft
Kolumne in der Frankfurter Rundschau
Unkaputtbare Mythen bestimmen immer wieder aufs Neue die Gesundheitspolitik, viele Reformen wie beispielsweise Zuzahlungen im Krankheitsfall entfalten unerwünschte Wirkungen und entpuppen sich immer wieder als Milchmädchenrechnung, Verteilungsfragen im Gesundheitswesen und darüber hinaus, Angriffe auf den Sozialstaat gehören seit je her zur konservativ-reaktionär-liberalen Politik, bei grundlegenden Finanzierungsfragen der sozialen Sicherungssysteme verhindert die Macht der Eliten und Privilegierten jegliche nachhaltige, tragfähige Reform, was wiederum zum Anstieg der ohnehin wachsenden Ungleichheit beiträgt. Dies sind die Themen, die Jens Holst in seinen FR-Kolumnen in der Gastwirtschaft und andernorts aufgreift und in der vorgegebenen Kürze beleuchtet. Text lesen
Jens Holst
27.12.2022: Lauterbachs Reförmchen
Keine Revolution für das Gesundheitswesen
Als „Revolution im System" kündigte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach etwas an, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Er möchte die Medizin wieder in den Mittelpunkt stellen und nicht die Ökonomie. So weit ist es gekommen nach jahrzehntelanger Gehirnwäsche durch die Ideolog:innen der als Neoliberalismus bezeichneten, systematischen Umverteilung von öffentlich zu privat und von unten nach oben. Text lesen
Jens Holst
08.12.2020: Weniger Alarmismus!
COVID-19-Politik
Die unerwünschten gesundheitlichen Auswirkungen der Corona-Maßnahmen müssen mehr Berücksichtigung finden, meint Gastkommentator Prof. Dr. Dr. Jens Holst von der Hochschule Fulda. Text lesen
Jens Holst
10.06.2020: Gesundheitspolitik ist mehr als Krankenversorgung
Gespräch mit den zwei Wissenschaftlern Katharina Böhm und Jens Holst
Das Zukunftsforum Public Health will sich als Zusammenschluss von Akteuren aus Wissenschaft und Praxis für die Öffentliche Gesundheit und die Entwicklung einer Public-Health-Strategie für Deutschland einsetzen. Ein Gespräch mit den zwei Wissenschaftlern Katharina Böhm und Jens Holst unter anderem über die Pandemie und die Folgen sozialer Ungleichheit. Text lesen
Gunnar Göpel
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