Dr. Dr. Jens Holst, international consultant - health expert

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Lateinamerika

08.02.2010: Die Macht der Worte
Chiles streitbarster Journalist Juan Pablo Cardenas
Wollte man Juan Pablo Cárdenas das Gewissen der chilenischen Journalisten nennen, seine Kollegen würden wohl kaum protestieren. Mit seinen Berichten und Kommentaren setzt er seit 30 Jahren die Politiker seines Landes unter Druck. Dabei ließ er sich weder von Diktator Augusto Pinochet einschüchtern noch später von den demokratischen Regierungen kaufen. Er hat dafür bezahlt - während des Militärregimes, aber auch danach. Anfang Januar zeichnete der chilenische Bücherverband "den Journalisten, der für die Machthaber unbequem ist," für seine kritische Autobiografie mit dem Nationalpreis für Erinnerungsliteratur aus. Cárdenas spornt dieser Preis an, weiter unter der glatten Oberfläche des südamerikanischen Vorzeigelands Chile zu kratzen. Text lesen
Jens Holst
15.12.2009: Chile Rechte sieht sich bereits am Ziel
Unternehmer Sebastián Piñera in der ersten Runde der Präsidentenwahl weit vorn
Mit großem Vorsprung hat der milliardenschwere Unternehmer Sebastián Piñera den ersten Durchgang der Präsidentschaftswahlen in Chile gewonnen. Er könnte im kommenden März die amtierende Präsidentin Michelle Bachelet ablösen, die laut Verfassung nicht wieder kandidieren durfte. Sebastián Piñera und seine Frau Cecilia Morel feiern schon. Foto: AFP Mehr als 44 Prozent der 8,3 Millionen wahlberechtigten Chilenen stimmten am Sonntag für Sebastián Piñera, den Kandidaten der Rechten, die damit erstmals seit Jahrzehnten wieder realistische Chancen hat, auf demokratischem Weg die Macht in dem südamerikanischen Staat zu übernehmen. Vorher muss er allerdings am 17. Januar die Stichwahl gegen den ehemaligen Präsidenten Eduardo Frei gewinnen. Text lesen
Jens Holst
11.12.2009: Pinochets Erben stehen vor der Machtübernahme
Sebastian Piñera, Kandidat der Rechten, geht als Favorit ins Rennen
Chile bereitet sich auf die spannendste Präsidentenwahl seit dem Ende der Diktatur von Augusto Pinochet vor 20 Jahren vor. Mit der Abstimmung am Sonntag könnte der Machtverlust der seither ununterbrochen regierenden Mitte-Links-Koalition, der sogenannte Concertación, eingeläutet werden. Es droht ein Sieg der Rechten. Aber wenn Präsidentin Michelle Bachelet am 11. März nächsten Jahres die Amtsgeschäfte an ihren Nachfolger übergibt, kann die Concertación auf eine 20-jährige Regierungszeit zurückblicken. Damit war sie länger an der Macht, als die Militärdiktatur dauerte und ist unabhängig vom Ausgang der morgigen Wahlen die stabilste Parteienkoalition in der langen Parlamentarismusgeschichte des südamerikanischen Landes. Text lesen
Jens Holst
01.02.2003: Regenbogen über Capiibary
Das Jugendprojekt Tesäirä in Paraguay ist an seinen Aufgaben gewachsen. Ursprünglich auf Sexual und Gesundheitserziehung konzentriert, hat das Team seinen Ansatz ganzheitlich erweitert. Das Portfolio der Jugendförderung reicht von Arbeitssuche, Ausbildung, Gewaltprävention und Sport bis hin zur Unterstützung bei der Gesetzgebung. Text lesen
Von Jens Holst
01.03.2002: Markt falscher Versprechungen
Chiles neoliberale Gesundheitsreform
Carlos und Maite hatten sich riesig auf ihr erstes Kind gefreut. Als die kleine Sandra vor einem Jahr gesund und munter zur Welt kam und die beiden mit ihren braunen Augen anstrahlte, hielten sie sich für die glücklichsten Menschen der Welt. Doch wenige Wochen später mussten sie erfahren, dass ihnen ihr Töchterchen nicht nur Glück beschert hat, sondern auch jede Menge Schulden. Ihre private Krankenkasse Cruz Blanca (Weißes Kreuz) übernahm nur gut die Hälfte der Kosten für die Entbindung. Die restlichen 162 000 Pesos, umgerechnet 260 Euro, muss die neugegründete Kleinfamilie zuzahlen. Das ist der Großteil eines Monatsgehalts von Carlos, der als Facharbeiter mit knapp 430 Euro gar nicht mal schlecht verdient. Text lesen
Von Jens Holst
01.04.2001: Gesundheitswesen in Chile
Ungesundes Kassensystem
Die privaten Krankenkassen in Chile halten Risikopatienten erfolgreich auf Distanz. Die Sozialkasse ist überfordert. Ausgleichende Gerechtigkeit: Fehlanzeige. Aber: Die Reform des chilenischen Systems der Krankenversicherung hat begonnen. Als Rechtsanwalt Germán Vázquez vor zwei Jahren aus seiner Kanzlei ausschied, freute er sich auf sein Leben als Rentner. Aber alles kam anders. Der agile 67-Jährige verlor an Gewicht und konnte bald kaum noch schlucken. Die Diagnose: Speiseröhrenkrebs. Eine Strahlentherapie im Universitätsklinikum der Katholischen Universität in Santiago brachte Linderung. Dann kam die Rechnung. Exakt 566 068 Pesos sollte Germán Vázquez zahlen, rund 1800 Mark. In die Freude über den Behandlungserfolg mischte sich die betrübliche Erkenntnis, dass er bei einer anderen Krankenkasse als seiner Privatkasse Cruz Blanca finanziell wohl besser dagestanden hätte.... Text lesen
Jens Holst
20.05.2000: Wahlen sollen Haiti aus dem Chaos führen
Lavalas-Bewegung gespalten
Haiti ist das krisengeschüttelte Armenhaus Lateinamerikas. Seit vielen Jahren kommt das kleine Land im Westen der Karibikinsel Hispaniola nicht zur Ruhe, Machtkämpfe entzweien die Slumbewohner ebenso wie die Regierenden. Doch eine Weile erhofften sich die Menschen von jeder Wahl eine Verbesserung ihrer Lage. Text lesen
Von Jens Holst
14.03.2000: Chile: Das Wirtschaftswunder hat seinen Preis
Chile bleibt trotz aller ökonomischen Erfolge ein Land der sozialen Gegensätze
Chile nimmt im Kreis der Länder Latelnamerikas eine Sonderpositlon ein. Am chilenischen, Wirtschaftswunder versuchen sich ander. Länder zu orientieren. Doch der soziale Preis für das Modell Chile Ist hoch. Finanzminister Alejandro Foxley sieht seine Aufgabe als erfolgreich erledigt: "Dies ist ein hervorragender Abschluß für eine Regierung, die auf wirtschaftlichem Gebiet durchgehend Erfolg gehabt hat." Text lesen
Jens Holst
07.03.2000: Pinochet - Einem Prozess nicht mehr gewachsen
Gutachten belegt seriös den Hirnabbau beim Ex-Diktator
Der erste Auftritt des überraschen rüstigen Ex-Diktators nach seiner Heimkehr nach Chile ließ in aller Welt den Verdacht aufkommen, dass Augusto Pinochet gar nicht so krank ist, wie ihn britische Mediziner während seines Zwangsaufenthalts in Großbritannien einschätzten. Doch offenbar ist Pinochet tatsächlich als verhandlungsunfähig anzusehen. Text lesen
Jens Holst
18.04.1999: Weißes Gold
Deutsches Geld für eine Geisterstadt in der Atacama-Wüste
Schnurgerade zieht das schwarze Asphaltband der Panamericana durch die Atacama-Wüste. Rechts und links der Straße umgepflügte schmutzig-gelbe Erde, so weit das Auge reicht. In der Ferne ragt ein schlanker Schornstein in die Höhe, aus dem schon lange kein Rauch mehr aufgestiegen ist. DAnn sind verrostete Fabrikanlagen und verfallene Häuser zu erkennen. Ein weiß-blaues Schild weist auf einen unscheinbaren Feldweg: Chacabuco – Ex-oficina salitrera. Kaum ein Ort in Chile ist besser als Gedenkstätte geeignet als das vergleichsweise gut erhaltene Chacabuco. Wie keine andere verlassene Salpeterstadt symbolisiert es die bewegte Geschichte des Landes mit der verrückten Geographie. Das Musterwerk der Salpeterindustrie ist ein einzigartiges Denkmal der chilenischen Industriegeschichte und der Militärdiktatur von Augusto Pinochet. Chacabuco soll die Erinnerung an das größte Konzentrationslager des Landes wach halten. Denn die Vergangenheit vergeht nicht einfach, weder in Chile noch in Deutschland. Text lesen
Jens Holst
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